Menno, ich empfinde eine große Leere!“ seufze ich.
Lena beißt genussvoll in eines der Brötchen, die sie eigenhändig zum späten Frühstück herangeschleppt hat und nickt zustimmend. Aufmunternd schaut sie mich an.
„Ich halte das nicht länger aus!“, stöhne ich gequält auf.
Selbst mein Appenzellerbrötchen schiebe ich ungnädig von mir weg.
Greife zur leichten Marlboro und inhaliere gierig das ungesunde "Kraut".
Meine Freundin tätschelt aufopferungsvoll meinen linken Arm, der saft- und kraftlos an mir herunterhängt.
„Wird schon…“, tröstet sie mich, „…die Zeit heilt alle Wunden!“
„29 Tage sind aber eine verdammt lange Zeit….zu lange!“ jammere ich.
„Ich dachte, ich könnte ohne ihn leben, und jetzt…“
Geistesabwesend verfolge ich die fluffigen Nikotinringe, die meinem Mund entweichen, und... sich dann
ganz gemächlich wieder auflösen.
Mitleidig starrt mich Lena an. Sie vergisst sogar zu kauen.
„…merkst du, dass er dir fehlt!“, vollendet sie beflissen den Satz.
„Ich habe mich eben geirrt! Ich habe mir etwas vorgemacht!“, setze ich meine Beichte fort.
„29 Tage sind aber auch kein Pappenstiel! Da würde mir garantiert auch etwas fehlen!“ , stimmt mir Lena zu.
„Siehst du….und 17 Tage muss ich mich noch gedulden!“, trumpfe ich auf, „den heutigen Tag noch nicht einmal mitgerechnet!“
„Hääh..?“, starrt mich Lena irritiert an, „warum musst du denn noch 17 Tage auf SEX warten?“
Ungläubig betrachte ich mein Gegenüber.
Du blöde Kuh!“, keife ich ungehalten, „ich rede nicht von Sex!
M E I N J O B F E H L T M I R !“
P.S. Will es meinen Lesern nicht vorenthalten. Das Schulverwaltungsamt hat mir gestern zwei Stellen
angeboten. Da aber derzeit noch Sommerferien sind, muss ich noch ganze 17 Tage warten, um wieder aufs geliebte "Schlachtfeld" zu gelangen...