Mittwoch, 28. januar 2009
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09:50
Auf dem Weg zur Arbeit bekomme ich folgende SMS:
Parke um 17.00 uhr vor den haupteingang der schule. Wir müssen reden! :-)Schimmi
Im ersten Moment habe ich mich gefreut. Glaube ich. Aber dann... dann hatte ich plötzlich nur noch das Gefühl, dass mein Denkapparat einen leichten Defekt hat. Warum sollte ich mich freuen? Himmel,
Arsch und Zwirn - Schimmi ist passé. Schluss! Aus! Feierabend!
Was gibt es da noch zu reden?... Klar doch, ich könnte IHM sagen, dass mir jede SMS von IHM die Fußnägel hochrollt. Dass mir die Tränen in die Augen schießen, weil ich SEINE eigenwillige
Rechtschreibung am liebsten mit einen Rotstift korrigieren möchte. Von der permanenten Kleinschreibung, die nur nach einem Punkt außer Kraft gesetzt wird, ganz zu schweigen.
Wo drückt meinen Ex der Schuh? Will ER über die guten, alten all-you-need-is-love-Zeiten plaudern?
Wohl kaum - oder? Bei DEM weiß man nie so genau, was in SEINEM Hinterstübchen abgeht.
Glücklicherweise ist meine blinde Maulwurf-Ära Schnee von gestern, nee... vorgestern, nee...vorvorgestern.
Habe in meinem ganzen Leben noch nie streifenfreier gesehen.
DER glaubt doch nicht allen Ernstes, dass ich nach Feierabend vor Entzücken glucksend rüber laufen werde, um in SEINE aufgemotzten Arme zu fallen?
Nee, so doof kann selbst DER nicht sein!
Ein Schnipp mit SEINEM kleinen Finger und der Film wird wieder zurückgespult?....Never!!
Etwas später, als ich an meinem Pult sitze und meine Schüler fleißig an einer Nacherzählung werkeln, denke ich noch einmal flüchtig, mit runtergefahrenen Puls, über seine aktuelle SMS
nach.
Kann ja immerhin sein, dass er zwischenzeitlich seine Traumfrau gefunden hat, und...nur kurz vorbeigedüst kommt, um mir die glückliche Nachricht persönlich zu überbringen. Auch möglich!
Schimmi!?!?
Man konnte nie wissen, was er hinter seinem Rücken versteckt hält. Einen guten Rosé oder die Keule?
Manchmal auch beides. In der einen Hand die Keule, um mir eins überzuziehen, und in der anderen den Rosé, um anschließend mit mir auf die Versöhnung anzustoßen: " Tut mir leid, Agentin, war nicht
so gemeint!"
Ich persönlich hoffe, dass Schimmi nach Alaska auswandern will und sein Hab und Gut schon im Kofferraum verstaut hat, wenn er sich nachher von mir verabschieden kommt...
P.S. Mein Boss ist hocherfreut, dass ich meine Freistunden so sinnvoll nutze und stets im Computerraum anzutreffen bin. Freudestrahlend hat er mir gerade die nächste Informatik-AG aufs Auge
gedrückt.....H I L F E !!